Wissenswertes

Der Ort

Scharnitz liegt 964 m über dem Meeresspiegel zwischen Mittenwald und Seefeld, wie ein Nest eingebettet in die Alpenwelt am Fuße des Karwendel- und Wettersteingebirges am Flusslauf der Isar.

Mit seinem Beinamen „Tor zum Karwendel“ ist Scharnitz als Ausgangspunkt für kleinere und größere Wanderungen in die romantischen, wildreichen Karwendeltäler bekannt geworden. Seit dem Beitritt zur Europäischen Union wird der Grenzübertritt von Bayern nach Tirol kaum noch wahrgenommen, nur die historischen Ruinen der Porta Claudia, der einstigen Sperrfeste, erinnern an frühere Auseinandersetzungen an diesem wichtigen Knotenpunkt.

Scharnitz ist aber auch Bahnstation der „Karwendelbahn“, einer der ältesten vollelektrifizierten Strecken im Alpenraum. Sie führt stündlich von München über Garmisch und Mittenwald nach Innsbruck über eine äußerst attraktive und interessante Route mit 16 Tunneln und Viadukten.

Der Winterurlauber stehen neben eine Schlepplift mit Schischule, einem Eislaufplatz auch herrliche Wanderwege und Langlaufloipen in tiefverschneiter Landschaft zur Verfügung.(Quelle: Sigrun Bölderl, „Scharnitz von A-Z“)

Hier finden Sie unseren digitalen Ortsplan.

 

Einwohnerzahl

Laut der Registerzählung von 2011 wohnen per 31.10.2011 hauptwohnsitzlich 1.315 Personen in Scharnitz.

Flächenausmaß

Die Gemeinde Scharnitz hat ein Gesamtflächenausmaß von 15.883 ha.

Festungsruinen der Porta Claudia

Erzherzog Leopold, Landesfürst von Tirol, begann 1629 mit dem Bau der Sperrfeste zum Schutz der Nordgrenze von Tirol anlässlich des Dreißigjährigen Krieges. Als er starb, setzte seine Witwe Claudia von Medici die Bauarbeiten fort und beendete diese 1633. Die Festungswerke verliefen vom Kalvarienberg quer über das Tal, am heutigen Gemeindehaus vorbei zum Platt und lagen größtenteils an dem rechten Isarufer, nördlich der damaligen Landesgrenze, in der Mitte des heutigen Dorfes. Diese Festung blieb aber von Kriegswirren großteils verschont. Unter Maria Theresia und später von ihrem Sohn Josef II. wurde die Festung ausgebaut und 1792 als Hautpfestung mit Vorwerken vollendet. Während der Tiroler Freiheitskämpfe 1809 wurde ein Großteil der Festung zerstört und blieb fortan nur mehr in Trümmern liegen. Beim früheren Zollamt sieht man noch zu beiden Seiten der Isar die Ruinen eines einst gewaltigen Verteidigungswerkes zum Schutze unserer Heimat. Heute werden immer wieder, teilweise von Vereinen wie der Schützenkompanie, Grabungen und Renovierungen durchgeführt und Verschiedenes wieder freigelegt. (Quelle: Sigrun Bölderl, „Scharnitz von A-Z“) Die Gemeinde hat in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Scharnitz im Sommer 2004, anlässlich des 400. Geburtstages von Claudia von Medici, der Namensgeberin der Festung, dieses großartigen Bauwerk gewürdigt. Die nächsten Jahre werden hoffentlich eine Restaurierung der Ruinen ermöglichen.

Schautafel „Geschichte-Wirtschaft in Scharnitz“

Gerne präsentieren wir Ihnen die Schautafel „Geschichte-Wirtschaft in Scharnitz“ die durch die GFW (Gesellschaft für Wirtschaftsdokumentationen Gesellschaft m.b.H & Co. KG) angefertigt wurde. Seit 2013 kann diese am Gemeindeplatz bewundert werden. Im Zuge dessen sprechen wir unseren Dank für die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der GFW aus. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Schautafel der Scharnitzer Geschichte